Ohne Überraschungen wäre das Reisen nur halb so schön. Unerwartete Ereignisse können jedoch selbst ausgeklügelte Reiseplanungen ins Wanken bringen, insbesondere wenn es sich dabei um gesundheitliche Notfälle handelt. Deshalb sind ausreichende Vorbereitungen bei Auslandsreisen das A und O. François ist Arzt der AXA Assistance und hilft Menschen weltweit aus gesundheitlichen Gefahrensituationen. Hier sind seine Tipps, damit Sie in Sachen Gesundheit nichts dem Zufall überlassen müssen:

 

1. Erkundigen Sie sich über Gesundheitsrisiken im Urlaubsland

Überprüfen Sie online, ob bestimmte Impfungen oder Medikamente für Ihr Urlaubsland vorgeschrieben oder empfohlen werden. Falls dem so ist, sollten Sie sich von einem Arzt beraten lassen. Beachten Sie dabei, dass bei Menschen mit Krebs, Leber- und Nierenerkrankungen, HIV, AIDS oder Gelenkrheumatismus nur äußerst selten Impfstoffe gegen MMR (gegen Masern, Mumps und Röteln) und Gelbfieber angewendet werden, da diese aus lebenden Viren gewonnen werden, die nicht an Patienten mit geschwächtem Immunsystem übertragen werden sollten. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt über persönliche Schutzvorkehrungen für diese Erkrankungen.

 

2. Tragen Sie Ihre medizinischen Daten stets bei sich

Dies ist bei älteren Reisenden, Schwangeren, Menschen mit Vorerkrankungen und Reisenden, die sich längere Zeit im Ausland aufhalten werden, besonders wichtig. Tragen Sie sich in die elektronische Liste von Deutschen im Ausland ein, die das Auswärtige Amt zur Verfügung stellt, um Ihre Angehörigen in Notfällen benachrichtigen zu lassen. Sie sollten außerdem stets einen Vermerk mit Angaben zu Ihrer Blutgruppe, chronischen Erkrankungen, notwendigen Medikamenten und Allergien in der jeweiligen Landessprache bei sich tragen. Bei ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden empfiehlt sich außerdem, stets ein MedicAlert-Armband zu tragen, das Auskunft über Ihre Erkrankungen gibt.

 

3. Informieren Sie sich über Einfuhrbeschränkungen für Medikamente

Falls Sie in medizinischer Behandlung sind, sollten Sie sich erkundigen,welche Medikamente Sie ins Ausland mitnehmen dürfen. Vergessen Sie nicht, genügend Medikamente für Ihre gesamte Reise mitzunehmen, da Versicherungen teilweise nur die Kosten für einen Vorrat für jeweils 30 Tage übernehmen. Falls Sie im Notfall Medikamente im Ausland kaufen müssen, wenden Sie sich bitte nur an zugelassene Apotheken und verlangen Sie eine Quittung. Kaufen Sie niemals Medikamente auf Märkten.

 

4. Schließen Sie eine Reiseversicherung ab

Die wichtigste Versicherung auf Reisen ist die Auslandsreisekrankenversicherung, die die Kosten für die Gesundheitsvorsorge im Ausland übernimmt. Überprüfen Sie, ob auch ein sogenannter Rückholservice beinhaltet ist, sodass in Notfällen die Transportkosten in gut ausgestattete Gesundheitszentren oder sogar wenn nötig in Ihr Heimatland übernommen werden. Eine solche Versicherung ist vor allem bei Reisen in abgelegene, ländliche Gebiete ratsam. Innerhalb Europas sollten Sie auf jeden Fall kostenlos Ihre Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vor der Abreise beantragen. Sie sollten sich jedoch auch dann über zusätzliche Auslandskrankenversicherungen informieren, da nicht alle medizinischen Kosten über die EHIC-Karte abgedeckt werden.

 

Obwohl Notfälle stets unverhofft eintreten, können Sie mit François’ Ratschlägen die häufigsten Gesundheitsrisiken eindämmen, die Ihnen bei Auslandsreisen aufs Gemüt schlagen könnten, indem Sie die Gefahr gesundheitlicher Notfälle erkennen und reduzieren